Süßes Mißverständnis

Mini-Geschichte ||

„Schnell, schnell! Wir müssen noch einkaufen!“, sagte die Mama und kam auf den Kleinen zu, um nach seiner Hand zu greifen.

Wieder einmal zu spät dran, wieder einmal kurz vor Ladenschließung. Die Dämmerung ist schon im Gange und die Mägen knurrten im Chor und wünschten sich ein leckeres Abendessen, bevor es für die Gute-Nacht-Geschichte ins Bettchen geht.

Schnell zum Geschäft gefahren und schon hüpfen beide durch die Glastür in den Laden, um ihre sieben Sachen zu kaufen. Alles griffbereit und fluchs war der Korb gefüllt und es geht an die Kasse. Es ist kaum etwas los. So ein Glück! Oh wie schön, es ist die Lieblingskassiererin und schnell noch in ein Gespräch verwickelt. Der kleine Junge mag sie besonders, denn er bekommt meist irgendetwas tolles von ihr geschenkt. Dieses Mal bekam er Rubbellose. Jeder bekam zur Zeit Rubbellose, wenn er etwas kaufte. „Mama! Mama! Tante Tanja hat mir 3 Rubbellose gegeben! Dreiiii Stück!“, juchste der Kleine und hüpfte von einem Bein zu anderen. Es ist eigentlich gar nicht nötig zu sagen, dass ihm jetzt natürlich alles nicht schnell genug ging. Also zupfte er immer und immer an der Bluse seiner Mutter und sie konnte sich das Lächeln auch kaum noch verkneifen. „Schau, stell Dich ans Ende der Kasse und fang doch einfach schon mal an zu rubbeln. Was hältst Du davon?“. Was war das denn für eine Frage? Na los! Der kleine rubbelte auf seine süße, unbeholfene Art und Weise. Aber leider, leider sehr erfolglos. Mautz. Was er auch rubbelte…es reichte nicht aus. „Ach Mummi, das geht nicht!“, stampfte der Lütte. „Schatz, Du musst besser rubbeln….ganz, ganz feste!“, sagte die Mama.

Und der kleine hörte auf zu rubbeln, schaute ganz irritiert mit einer Schnute seine Mama an, als wüsste die nicht so richtig was sie da sagte und meinte nur:

„Mama! Nicht FESTE! Na LOSE!!!!“

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