Selbstoptimierung

So viele Menschen beschäftigen sich derzeit mit der Selbstoptimierung. Ein Trend, der seine zwei Seiten hat.

Optimierung? Finde ich nicht schlecht. Das möchte ich betonen.

Aber ich möchte das genauer ausführen…aber davor möchte ich für mein Teil erstmal sagen:

Du bist toll!💙
Du bist völlig ok!💙
Und dich gibt es auf der Erde kein zweites Mal!💙

Und jetzt aber:

Wenn ein normales, ausgewogenes und gesundes Leben zu Dir gehört – dann prima! Hier und da etwas zu verbessern? Toll! Nur zu.
Schon Edison lebte nach der Philosophie: Sei nie zufrieden! Ich lebe auch danach und das treibt mich an.

Etwas auszuprobieren und auch der Versuch, sein Bestes für seinen eigenen Körper zu geben – ein changieren rund um den “NORMALzustand” ist doch toll. Es macht viele neugierig – schenkt uns die Möglichkeit uns besser kennenzulernen…jeder Yogi weiß was ich meine.

Also kann man sagen: wünschenswert ist ein normaler Zustand unserers Körpers, um für das Leben gewappnet zu sein. Nennen wir den Normalzustand:

NULL *)mit Zimtsternchen 🙂

Befindest Du Dich aber im MINUS – dann gibt es meistens Handlungsbedarf, damit Du Dich wieder wohlfühlen kannst. Selbstoptimierung kann ein prima Wegbegleiter zum Erreichen der Ziele sein, der uns reflektiert, was einem selber noch nicht so bewusst wurde…wie z.B. wie häufig ich zum Wasserglas greife, wie viele Stunden Schlaf ich hatte oder ob der Blutzuckerwert in normalen Bereich ist.

Aber wenn sich jemand jedoch schon im Zustand PLUSPLUS befindet:
Warum dann noch auf höchstem Niveau weiteroptimieren?

Es ist ein kniffliges Spiel mit dem Fokus auf das Leben und der Frage, was wesentlich für das Lebensglück ist. Aber es ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass diese Art “Hobby” sehr wohl narzistische Züge beherbergt und die Prioritäten gegebenfalls ins falsche Licht rücken könnten oder gar für die eigenen und substanziellen Werte des Lebens notwendige Stunden verloren gehen.

Am Ende des Tages ist natürlich klar, dass jeder für sich selber entscheidet…so Gott und die Krankenkasssen es wollen und künftig zulassen.  Ob Selbstoptimierer oder auch nicht, schmecke bitte die Qualität des Lebens! In allen Farben / Beziehungslagen / Geschmacksrichtungen!
Denn die Reduktion Deiner Selbst auf die Quantität der Lebensdaten in Form von anonymen Zahlen, ist seeeehr wahrscheinlich im zwischenmenschlichen Sinne im Leben nicht relevant. Es enttarnt sich nicht zuletzt als ein frecher Dieb an der eigenen Lebenszeit. Das eventuell nur, weil mal leise hoffte, dass die gesammelten Daten noch für iiiirgendwas von Relevanz sein könnte.

In Zahlen gibt es aber kein

  • glucksendes Lachen von Kindern🙂,
  • keine Streicheleinheiten🙂,
  • keine Geschenküberraschungen🙂,
  • keine leckeren Dessert oder
  • Gute-Nacht-Geschichten🙂

 

Der Apell?
Möchtest Du am Ende des Lebens nicht wollen, dass man über Dich lediglich zu sagen hat: Die Zahlen und Werte waren 👉TOP👈?

Dann darf bei der nächsten Selbtoptimierung grooooßzügig im Freizeitslot ein Break eingebaut werden, für

“Lächelmomente mit 100%igem Qualitätscharakter”🙂

 

Und weißt Du woran mich das erinnert?

In England gab es mal eine Studie. Die stellte fest, dass Kinder zu wenig Freizeit haben
Und dabei ging es nicht um die verplante Zeit, die Kinder bei Klavier-, Tennis- oder Nachhilfeunterricht verbrachten, sondern die Zeit, in denen sie absolut keine Termine oder Pflichten hatten und einfach nur in den Tag leben konnten. Klettern, basteln, toben, tanzen, schwimmen, Schlamm patschen…und und und…na?

Nein, ich möchte jetzt bei den Kommentaren keine Erlebnisberichte von Schlammwanderungen🐾

Ich würde mir viel mehr wünschen, dass irgendwann ein Moment kommt…der ganz klar zeigt:
DER wäre nicht messbar gewesen – diiiieser eine Moment!
So wie er war, war er wichtig! Er war entscheidend für mein Leben und meine Lieben gewesen💕

Drück Dich!

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