Küsschen für einen Poeten

Gestern saß ich in meinen Gedanken am Tisch mit einem großartigen Poeten. Es war eine schöne Sommernacht und im Hintergrund spielte leise Musik. Es war die blaue Stunde und um uns herum wurden die Lampions angezündet und Kinder spielten auf einer Wiese, nicht weit von uns entfernt. Bei einem Glas Rosé erzählte er vom Zauber des Glücks und wir saßen da und lauschten seinen Worten. Es war fast egal, ob ich gerade ein- oder ausatmete…denn nichts in meinem Körper brauchte gerade lebensnotwendige Hilfe…Nichts. Er existierte in einem Konglomerat von Eindrücken und schönen Worten und ließ sich treiben in Anregungen von mir nicht in den Sinn kommenden Gedanken. Und ich wurde immer weicher und kleiner. Wie eine kleine Fee schmilzte ich zu einem Miniwesen, wie aus einer Fabelwelt. Und so erzählte der Poet weiter und zog uns in seinen Bann. So sehr – so magisch.

Ich konnte nicht anders und hüpfte von meinem inzwischen viel zu groß gewordenen Stuhl auf den Tisch und mogelte mich an der bestickten Serviette vorbei und lehnte mich für ein Weilchen am Kerzenleuchter aus Silber. Der Kerzenschein schenkte diesem tollen Moment das i-Tüpfelchen des Quiekmoments. Näher und näher schlich ich mich an den Poeten und tappste ganz sanft über seine abgelegte Hand auf der Tischdecke, endlang seiner aus Muscheln geschnitzten Manschettenknöpfen am seidenweißen Hemd den Ärmel hinauf. Hui, der leichte Wind hätte mich doch beinahe mit einer Windwoge aus reiner Seide vom Hemd gestuppt. Nanu? Ich muss mehr aufpassen, sonst ist er futsch, der wunderschöne Herrenduft und die Seide unter den Füßen. Ich kam der tiefen Stimme immer näher und näher. Schon am Westenrand oben an der Schulter war der Ausblick auf die anderen Gäste am Tisch gigantisch. So ist der Ausblick des Poeten. Für diesen Ausblick verschenkt er seine schönen Worte, sein nettes Lächeln, sein verschmitztes Grinsen. Hoppla, er schaut nach links. Beinahe vom frech lächelnden Kinn weggefegt. Gefährliches Unterfangen. Jetzt binde ich mich aber doch mal mit einem Schleifchen am Hemdkragen fest, denn ich bin ja beinahe am Ziel. Noch ein Mal tief eingeatmet, den Herrenduft des Poeten. Noch schnell Lippenpflege mit Vanilleduft aufgelegt und jetzt? Ja jeeeetzt? Bekommt Eckhard von Hirschhausen einen ganz, ganz lieben und riesengroßen Schmatzer auf die Wange 🙂 Danke! Danke, dass es Dich gibt. Danke für Deine immer passenden Worte. In Wirklichkeit bist Du mein kleiner Poet in der Tasche, den ich so oft ich kann heraussuche und mir meine Anregungen für das Leben knabbere…natürlich mit Zimt oben drauf. Danke!

P.S.: Gilt das schon als sexuelle Belästigung? Hihi…nichts für ungut bitte 🙂 Aber nur, um es mit Hirschhausens Worten zu sagen: Ich umgebe mich halt gerne mit Menschen, die mir gut tuen 🙂…und wenns auch nur im Gedanken ist 🙂 Danke für diesen wertvollen Tipp und die Pinguingeschichte ist auch einfach nur schön 🙂

P.P.S.: Frechheit! Warum Duzt mich das Zimtfeechen eigentlich einfach? Och, ich weiß auch nicht. Hab auch ein klitzekleines Bisschen schlechtes Gewissen, aber in meinen Gedanken gehörst Du zur Familie 🙂

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